Man hätte sie wirklich sehen können und müssen, die dicken dunklen Wolken. Ein rausgerutschtes "Scheiß Japaner!", wie man es dem Max Grundig in den Mund gelegt hatte (es soll ihm auf der Cebit oder der Funkausstellung 82 wirklich aus dem Mund gerutscht sein) konnte die (hausgemachten) Probleme nicht lösen. Es zeigte nur, daß zumindest er, der große Max, diese Zeichen der Zeit 1982 zwar gesehen aber noch nicht geglaubt hatte. Doch er war nicht alleine. Schauen Sie mal ins Resume rein.
Inzwischen (wir haben 2006) sind sie alle weg, die Arbeitsplätze bei Grundig und Telefunken, Dual, Elac, Heco, PE, Saba, Wega, ITT-Schaub-Lorenz, AEG usw. und selbst die so erfolgreichen und erfolgsverwöhnten Japaner haben ab 1990 einen verdammt großen wirtschaftlichen Niedergang ohne Gleichen bekommen und erlebt. Das ganze Land Japan stand eine Zeitlang wirklich am Rand des Abgrundes, also des volkswirtschaftlichen Konkurses.
Was lernen wir daraus?
Wir haben hier auf diesen Seiten bereits 2 große "Erfolgs-" Stories ehemals bedeutender und auch großer (Magnetband-geräte-) Firmen samt Abstieg beschrieben, die Max Grundig Story und die Willi Studer Story. Und es werden noch mehr werden, denn Uher, Braun, Saba, Dual und auch Wega waren in der Hifi- und Radio-Welt allesamt auch mal bedeutend und sehr bekannt hier in Europa.
Aber nicht nur dort kam der Abstieg bzw. das "totale Aus" gnadenlos wie das Amen in der Kirche. Alleine die Braun AG als eine der ganz wenigen Firmen hat den sogenannten "Turnaround", die 180 Grad Drehung erfolgreich gemeistert.